Jahrestagung der
Deutschen Vereinigung zur
Bekämpfung der Viruskrankheiten
in Verbindung mit
Gesellschaft für Virologie
Förderverein der DVV

Düsseldorf, 27./28. September 2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Institut für Virologie  der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf freut sich sehr, Sie zur Jahrestagung 2016 der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV) in Kooperation mit der Gesellschaft für Virologie (GfV) einladen zu dürfen. Begrüßen dürfen wir Sie zu der zweitägigen Veranstaltung im Herzen der Düsseldorfer Innenstadt im Haus der Universität, das die Stiftung van Meeteren der Heinrich-Heine-Universität als Außenstelle des Campus überlassen hat.

Es erwartet Sie ein Tagungsprogramm, in dem aktuelle Entwicklungen in der Therapie und Prävention von chronischen Virusinfektionen diskutiert werden. Seit der Zulassung von neuen nebenwirkungsarmen Therapieoptionen für die chronische Hepatitis C sind hohe Heilungsraten möglich. Aufgrund der hohen Kosten der neuen Therapien ergibt sich allerdings die Frage, ob eine Priorisierung der Therapie notwendig ist oder ob ein verbreiteter Einsatz vor allem auch in Hochrisikogruppen epidemiologisch sinnvoll ist. Trotz einer zugelassenen Impfung gegen die Hepatitis B, sind chronische HBV-Infektionen weiterhin von hoher klinischer Relevanz, da erfolgreiche Strategien zur Heilung bis heute fehlen. Für die Prävention von HIV-Infektionen wurde in Europa vor kurzem die medikamentöse Präexpositionsprophylaxe (PrEP) zugelassen. Obwohl die Zahlen aus den Studien vielversprechend sind, wird die Präventionsstrategie mit Hilfe der PrEP auch in Deutschland kontrovers diskutiert. Chronische Virusinfektionen mit HBV, HCV oder HIV haben in definierten Risikogruppen eine besonders hohe Prävalenz. Diese Risikogruppen sind für medizinische Hilfesysteme zum Teil schwierig zu erreichen. Durch die gestiegene Zahl von Flüchtlingen aus Herkunftsländern mit erhöhter Prävalenz von Hepatitis B und C sowie HIV erscheint es möglich, dass die Zahl dieser chronischen Virusinfektionen in Deutschland zunehmen wird. Aber auch Infektionen mit sogenannten „neuen Viren“ finden seit einigen Jahren zunehmende Beachtung. Der Reise- und Flugverkehr im Zeitalter der Globalisierung kann zu einer raschen Verbreitung von Virusinfektionen in neue Regionen führen, wie zuletzt beim Zikavirus beobachtet. Die mögliche Gefahr einer weltweiten Verbreitung von Virusinfektionen erfordert daher globale und lokale Präventionsstrategien.

Ferner hoffen wir neben den wissenschaftlichen Diskussionen auf einen festlichen Gesellschaftsabend im Maxhaus. Das Maxhaus ist ein ehemaliges Franziskanerkloster und wurde später als Gymnasium genutzt, in dem der Namenspatron der Heinrich- Heine-Universität zur Schule gegangen ist.

Wir freuen uns deshalb auf eine interessante Tagung und hoffen, Sie in großer Zahl in Düsseldorf begrüßen zu dürfen.

Jörg Timm
Joerg.Timm@med.uni-duesseldorf.de
Ortwin Adams
Ortwin.Adams@med.uni-duesseldorf.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tagungsleitung:

Univ.-Prof. Dr. Jörg Timm

Institut für Virologie

Geb. 22.21

Universitätstrasse 1

D-40225 Düsseldorf

Telefon: (0211) 81-12225

Joerg.Timm@med.uni-duesseldorf.de


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